Oberflächenentwässerung

Es gibt bei uns auf dem Dorf zwar eine öffentliche Oberflächenentwässerung, durch die Höhenlage des Grundstücks und die Tatsache, dass zum Anschluss die ganze Straße aufgerissen werden müsste, haben wir von der unteren Wasserbehörde das OK erhalten, selbst zu versickern.

Die geplanten zwei einzelnen Sickerschächte (vor und hinter dem Haus) wollten wir nicht realisieren, da die Sickereigenschaft des Bodens nicht wirklich gut ist. Um ein Überlaufen bei sehr starkem Regen zu vermeiden, hätten wir wohl mindestens 2x zwei Schächte benötigt, was auch zu fast doppelten Kosten geführt hätte. Und auch dann wäre die ordentliche Funktion bei Platzregen fraglich gewesen.

Auf Grund der Größe des Grundstücks wäre auch eine Rigole vom Haus in den unteren Grundstücksbereich denkbar gewesen. Unser Tiefbauer hat aber davon abgeraten, da man da dann später nicht mehr herankommt, ohne alles wieder aufzureißen.

Wir haben uns daher für eine große Lösung vor dem Haus entschieden, die „oben“ am Haus mit einem großen Sickerschacht anfängt, von dort per Überlauf in einen großen Sickerblock übergeht, der durch einen weiteren, letzten Sickerschacht ergänzt ist. So erreichen wir ein großes Reservevolumen für Platzregen und haben einen Notüberlauf am Ende der Versickerung, der zum tiefsten Punkt des Grundstücks führt und dort im Falle eines Falles keinen Schaden anrichtet oder stören würde. So dürften selbst 40l pro m2 Niederschlag noch problemlos bleiben.

Durch die Schächte kommt man gut an alles heran und die Mehrkosten halten sich im Rahmen.

Unser Tiefbauer ist der Meinung, dass die Reserve etwas zu großzügig geplant ist. Wir wollten das Thema aber abschließen und uns nicht später mal darüber ärgern, am falschen Ende 1.000,- Euro gespart zu haben. Starke Regengüsse werden zukünftig sicher eher mehr als weniger.

7 Kommentare zu “Oberflächenentwässerung
  1. Thilo sagt:

    Hi,
    wir planen unser Eigenheim nächstes Jahr zu bauen, würdet ihr das Haus wieder so bauen?

    Mal abgesehen von den geschmacklichen Sachen, wie Küche fliesen etc.

    Die Fenster sind typisch dänisch, würdet ihr die wieder nehmen?

  2. Andre sagt:

    Hallo Thilo,
    wir würden weitesgehend alles genau so wieder machen. Größtes „Manko“ ist der Spritzschutz der Duschen. Da könnte man es etwas besser planen, so dass keine Vorhänge oder Türen benötigt werden.
    Auch hätten wir den Aussenbereich vorher planen sollen, ein „mal schauen wie wir es nachher machen“ ist dann doch eher unvorteilhaft (zumindest bei so einem Gründstück wie unserem).
    Die Dachverlängerung über der Terrasse hätten wir sogar noch mindestens einen halben Meter länger machen können ohne das es im Wohnzimmer zu dunkel werden könnte. Noch etwas weiter raus wäre etwas besser gewesen. Wir wollten aber kein Risiko eines zu dunklen WoZi eingehen.

    Ich finde die Fenster auch immer noch super und sie gehören genau so zum Haus.
    Die geöffnete Position im „verriegelten“ Zustand taugt allerdings nichts. Der kleine Spalt ist viel zu lütt. Wer also das Fenster geöffnet haben möchte, wenn er nicht im Haus ist, sollte sich das ganz genau anschauen (oder damit leben das jeder problemlos ins Haus kommt).

    Die Mückengitter-Situation ist auch speziell bei den Fenstern. Es gibt da verschiedene Ansätze, die alle nicht so toll wie bei klassischen „deutschen“ Fenstern sind. Rollos die innen eingeschraubt werden, stören die Optik innen etwas und sind schwer in der Doppelfensterbreite zu bekommen. Einseitig sieht das IMHO nicht so gut aus. Zwei direkt nebeneinander wäre sicher am praktischsten (aber wie sieht dann die Fuge aus?). Wer auf solche Details nicht achtet oder Gardinen davor hat, fährt mit rollos sicher am besten.

    Darüber hinaus sind gute Rollos u.U. ein nicht ganz so kleiner Kostenfaktor. Wir haben Angebote für 2 kleine (Bad), 3x Doppelfenster in den Zimmern und 1x Tür zur Terasse, die zwischen 3.500,- und 4.000,- Euro lagen.
    Deutlich preiswertere gibt es auch im Internet, wir werden da in Kürze mal etwas an einem Fenster ausprobieren.
    Optional gibt es innen Alu-Rahmen zum Schieben (da hat man dann eine große Schiebeleiste) oder einklemmen (umständlich) oder aussen einen riesengroßen „Kasten“.

    Eine sehr preiswerte Übergangslösung haben wir bei Hornbach gefunden, ein sehr flexibler Kunststoffrahmen zum selbst zusammenstecken, der innen magnetisch gehalten wird. Der lässt sich ganz einfach beiseite „biegen“ um an den Griff zu kommen. Das Gegenstück wird innen auf den Fensterrahmen geklebt (selbstklebender schwarzer Streifen).
    Hornbach führt die unter der Artikelnr. 5905249 > schnell eingebaut und mit 23,- Euro pro Fenster(seite) sehr preiswert. Bilder davon kommen noch unter Erfahrungsberichte.
    Wenn der Rahmen des Fliegengitters ganz abgenommen wird, verbleibt aber der schwarze Klebestreifen. Nicht so schick.
    Damit es hält, braucht es aber nur kleine Stückchen in allen Ecken. Ich werde das zum Winter mal probieren. Mit den übrig gebliebenen Resten des weissen Kunststoffrahmens, könnte man dann „Abdeckungen“ für den Klebestreifen machen. Mal schauen wie die Rollos in der Praxis taugen (und aussehen).

  3. Thilo sagt:

    Hallo Andre,
    wir haben 2 reine Hauskatzen und nach deiner Schilderung geht es dann doch eher in die Richtung deutsche Fenster.

    Beim Thema Dusche bin Ich ganz auf deiner Seite,möglichst kein Glas oder Vorhang und am besten ohne jedesmal beim duschen das Badezimmer zu fluten.

  4. Andre sagt:

    Bei Mini-Tigern sind die dänischen Fenster deutlich besser wenn sie auch raus sollen/dürfen. Als Einbruchhemme müsste man dann eine zusätzliche Arretierung bauen.
    Wenn die Katzen aber drin bleiben sollen, sind die Fenster ungeeignet weil die Katzen halt sehr leicht rein und raus könnten.

  5. Tine sagt:

    Hi Claudia u.Andre!Wir bewohnen seit 12 J.ein Musholm und sind sehr glücklich damit!Allerdings würden wir jetzt vermutlich andere Fenster nehmen,denn sobald die Aussentemperatur gen 0 Grad oder kälter geht,bildet sich ein Wasserfilm am unteren Rand.Auch der Fenstergriff wird feucht.Es scheint eine Kältebrücke zu sein.Es betrifft leider alle Fenster.Wir haben keine hohe Luftfeuchte.Gelüftet wird auch mehrmals pro Tag.Inzwischen nervt das schon gewaltig.Wir überlegen grad ob wir uns neue Fenster einsetzen lassen.Wie siehts denn bei Euch in diesem Winter mit der Fenstersituation aus? Lg Tine

    • Andre sagt:

      Hallo Tine,
      wir haben kein Problem mit den Fenstern oder Wasser. Nur im Gästezimmer hatten wir mal sehr hohe Luftfeuchtigkeit (der Raum hat durch die geringe Deckenhöhe ein extrem kleines Volumen) die sich dann auf der Scheibe innen/unten in form von kleinen Wassertropfen kondensiert hatte. Das kannten wir aus der Estrich-Trockenzeit, da war das an allen Fenstern.
      In den letzten Jahren hat sich ja viel getan bei den Fenstern und überhaupt bei der Dämmung. Ich würde mal bei EBK nachfragen was genau da reingekommen ist und was sich zu heute verändert hat.
      Claudia und ich würden die Fenster nicht mehr missen wollen, Claudia liebt es wegen des Zeugs der auf der Fensterbank stehen bleiben kann wenn man das Fenster öffnen möchte, ich mag es nur weil es praktischer im Handling ist.
      Es soll früher Probleme mit der unteren äusseren Leiste gegeben haben, die sei wohl schnell weggefault (das Probleme hatte ein Bekannter mit seinen Fenstern, war aber kein EBK-Haus). Bei uns sind die unteren äusseren Leisten aus Alu und nicht aus Holz. Vielleicht müssen nur die getauscht werden wenn der Rest nicht in mitleidenschaft gezogen wurde.
      Gruß
      André

      • Tine sagt:

        Hi André, vielen Dank für Deine prompte Antwort: da liegt vermutlich das „Problem“, bei uns ist alles aus Holz. Vielleicht ist auch die Verglasung nicht so optimal… 2fach mit U Wert 1,2 W ( soll ja eigentlich so ok sein). Mal schauen wie wir das jetzt mal angehen.Ansonsten weiterhin viel Freude mit eurem Häuschen und LG Tine

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